Harley Davidson Softail

Zu Beginn der 80er Jahre erfreuten sich Motorräder im Chopper - Look immer größerer Beliebtheit. Der Geschäftsleitung von Harley-Davidson entging das nicht und so konnte in dieser Zeit ein profitabler Handwerkszweig entstehen.

Customizer wie Arlen Ness befassten sich ausschließlich mit dem Umbau und der individuellen Verschönerung von Harley-Davidson-Serienmotorrädern. Viele greifen als Ausgangsbasis für ihre Umbauten mit Vorliebe auf alte, ungefederte Hardtail - Chassis zurück, da deren ungefedertes Heck eine besonders schnörkellose Linienführung und eine extrem geringe Sitzhöhe zulässt.

Um diesem Styling-Ideal näher zu kommen, ohne zugleich das extrem unkomfortable Fahrverhalten eines ungefederten Hinterrades in Kauf nehmen zu müssen, konstruierte Harley-Davidson das 1984 vorgestellte Softail-Fahrwerk. Bei diesem Harley Davidson Softail- Rahmen sitzt das Hinterrad in einer Stahlrohr-Dreiecksschwinge, wobei die beiden Federbeine waagerecht unter dem Motor versteckt sind und dort nahezu unsichtbar für ein Minimum an Federungskomfort sorgen.

Der Motor ist in den Harley Davidson Softail - Modellen als integraler Bestandteil des Fahrwerks starr in den Rahmen geschraubt, während alle anderen Baureihen eine schwingungsentkoppelte Gummilagerung aufweisen. Da der Evolution-Motor noch keinerlei Massenausgleich besitzt, ist das Fahrerlebnis auf einer Evo-Softail durch starke Vibrationen geprägt.

Seit dem Jahr 2000 sind die Harley-Davidson Softail-Modelle mit dem Twin-Cam 88b - Motor ausgestattet, der mit Hilfe von zwei Ausgleichswellen die Vibrationen der Softail minimiert. Das "B" steht für die englische Bezeichnung balancer. Dank dieser Technik verspürt der Fahrer einer Softail mit Twin Cam 88b kaum noch Vibrationen - sogar weniger als auf einer Harley Davidson Dyna oder einer Harley Davidson Touring.
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